Wirtschaftsflaute? Von wegen!

Es gibt eben noch bewährte deutsche Wirtschaftszweige, auf die man sich verlassen kann:
Laut des alljährlichen Rüstungsexporterichts der GKKE (Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung) konnte Deutschland seinen Export von Waffen erneut um eine Mrd. Euro auf nun insgesamt 8,7 Mrd. Euro steigern. Die Bundesrepublik belegt damit im internationalen Vergleich den dritten Platz hinter den Spitzenreitern USA und Russland. Dass dieser Aufschwung im krisensicheren Sektor der Rüstungsindustrie von der Bundesregierung nicht an die große Glocke gehängt wird, dürfte von vornherein klar sein: Unter den verlässlichsten deutschen Handelspartnern befinden sich illustre Staaten wie Pakistan, Afghanistan, die Vereinigten Arabische Emiraten, Ägypten und der Irak, deutsche Waffen kamen zudem im russisch-georgischen Krieg zum Einsatz.
Aus dem Papier geht außerdem hervor, dass Berichte über den deutschen Rüstungsexport seit 2003 nicht mehr im Bundestag diskutiert werden, und somit

die Rüstungsexportpolitik zu einem Randthema des politischen Alltags geworden ist.

Solange der Geldfluß nicht versiegt und sich „die da unten“ nur gegenseitig die Köpfe einschießen, wird die amoralische Vogel-Strauß-Politik der Bundesregierung wohl Bestand haben. Wahrscheinlich bis zu dem Tag, an dem sie einmal selbst in die Mündung eines deutschen Qualitätsproduktes Marke Heckler&Koch blicken müssen.